Familienplanung? Mein Weg zum Kinderwunsch… Hörbuch-Probekapitel - einbisschenschwanger
Januar 24, 2019

Deine Meinung ist gefragt und ich danke dir für dein Feedback!

Mein Buch "Der Weg zum Wunder" erscheint am 26.02.2019 und neben dem eBook (das Taschenbuch kommt etwas später) nehme ich gerade das Hörbuch als Bonusmaterial für mein Buch auf. Nun hab ich mir die Frage gestellt, wie meine Zuhörer sich dieses Hörbuch wohl wünschen würden?!
Deswegen habe ich die Einleitung zu meinem Buch als Hörbuchkapitel aufgenommen und Du bekommst es heute als kleine Kostprobe.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir ein Feedback zu diesem Hörbuchkapitel geben würdest. Ich möchte das Hörbuch jedem e-Book- oder Taschenbuchleser als Bonus zur Verfügung stellen. Es geht also nicht darum das Hörbuch auf einer Plattform wie Audible zum Kauf anzubieten 🙂

Schreibe mir gerne deine Meinung als Kommentar unter den Post bei Instagram oder schicke mir eine eMail an katharina@einbisschenschwanger.de

Ich wünsche dir eine schöne Woche und viel Spaß beim Zuhören.

Liebe Grüße,
Katharina

Das Hörbuch kannst Du dir im Bonusbereich von meinem Buch "Der Weg zum Wunder" herunterladen: 

Hier kannst Du dir die Podcastfolge anhören:

Die Einleitung zu meinem Buch kennst Du vielleicht schon, wenn Du mir auf Instagram folgst. Sonst kannst Du sie hier auch lesen:

Familie in Planung

Will ich irgendwann einmal Familie und Kinder?

Diese Frage stellte ich mir das erste Mal mit 17 Jahren. Beruflich hatte ich keinen blassen Schimmer, wie meine Zukunft aussehen könnte. Doch mein Privatleben hatte schon damals erstaunlich klare Züge. 

Mit 28 Jahren wollte ich das erste Kind bekommen. Eine Beziehung mit dem richtigen Mann sollte sich in den nächsten 11 Jahren doch wirklich machen lassen. Das zweite Kind würden wir dann drei Jahre später kriegen. Zuerst einen Jungen, dann ein Mädchen, genau wie ich aufgewachsen bin. Einen großen Bruder zu haben fand ich immer klasse und so war dies meine „Traumfamilie“. 

Ich war davon überzeugt, dass das alles genau so kommen würde, höchstens bei den Geschlechtern unserer Kinder muss ich vielleicht Abstriche machen. Aber zuerst ein Mädchen und dann ein Junge, dass wäre auch kein Beinbruch.

Mit 19 Jahren lerne ich meine große Liebe kennen. Wir bleiben 3 Jahre zusammen und dann trennen sich unsere Wege wieder. Kinder und Familie, bevor ich überhaupt mit meiner Ausbildung angefangen habe? Für mich damals unvorstellbar. 

Die nächste Beziehung kommt und geht, doch ein Kandidat für Familie, Kinder und den Rest des Lebens war das nicht. Als ich mich von ihm trenne bin ich 26 Jahre alt und starte nach meiner abgeschlossenen Ausbildung gerade ins Studium. 

Wo bleibt Mr. Right?

Mit 28 Jahren bin ich solo und mitten im Studium. Familie und Kinder sind noch gefühlte Lichtjahre entfernt. Trotzdem meldet sich langsam meine biologische Uhr. 

Ich wollte doch eigentlich längst den richtigen Mann gefunden haben - wo bleibt der eigentlich? Die Beziehungsversuche der letzten 1,5 Jahre sind alle kläglich gescheitert. Ich befinde mich im klassischen Dating-Teufelskreis: Wenn er will, will ich nicht und wenn ich will, will er nicht. Noch nehme ich das Ganze mit Humor, denn wenn man ganz ehrlich ist, das Leben macht gerade verdammt viel Spaß. Studium, Freunde und Parties trösten darüber hinweg, dass sich gerade keine ernsthafte Partnerschaft finden lässt. Bekanntschaften gibt es viele und so bin ich optimistisch, dass sich da in den nächsten Jahren noch der Richtige findet. Und dann kommt mein 29. Geburtstag…und mein 30. Geburtstag, immer noch solo und langsam stellt sich eine gewisse Frustration ein. Langsam sollte Mr. Right mal etwas in die Puschen kommen, wo ist der bloß?

Das Gesetz der großen Zahl

Auf den Zufall mag ich mich langsam nicht mehr verlassen, der war die letzten Jahre ziemlich unzuverlässig und hat nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Also gehe ich die Suche nun etwas offensiver an: Online-Dating bietet da zum Glück viele Möglichkeiten. Bis zu meinem 31.Geburtstag sollte sich so doch wirklich eine feste Beziehung finden lassen. Helfen soll dabei eine einfache Strategie, die man als das „Gesetz der großen Zahl“ bezeichnen könnte. Einfache Logik: Je mehr Männer ich kennenlerne, umso höher die Chance, dass der Richtige dabei ist. Die Erfahrungen die nun folgen hätte ich vielleicht lustig gefunden, wenn die Situation nicht langsam ernst wäre. Die Männer die ich kennenlerne sind wirklich alles mögliche: Beziehungsunfähig, leicht verrückt, impotent, schnell wieder weg, unendlich langweilig… eines haben sie alle gemeinsam, sie sind nicht der Richtige. Mein 31. Geburtstag kommt und geht und es tut sich nichts. 

Seit 3 Jahren tut sich nichts, auch mit den allergrößten Bemühungen nicht. Was mache ich denn nun, wenn das so bleibt? Da ich keinen Mann zwingen kann mit mir eine Familie zu gründen, muss ich mir langsam Gedanken über einen Plan B machen! 

Plan B - Samenspende?

Co-Parenting war 2008 noch kein Thema, zumindest gab es noch kein Portal, wo sich „familieninteressierte“ Frauen und Männer treffen konnten. Also blieb eigentlich nur eine Samenspende, doch dieser Schritt war dann wirklich die letzte Rettung. Plan B würde ab meinem 35. Geburtstag in Angriff genommen werden. Es war zwar nicht meine Wunschvorstellung, doch mit dem Gedanken „kein Mann aber ein Kind“ konnte ich mich durchaus anfreunden. Wenn man ganz ehrlich ist, einen Mann kann man sein ganzes Leben kennenlernen, aber ein Kind zu bekommen, da wird es mit Ende 30 dann auch irgendwann eng.

Mr. Right kann mich mal!!!

Im nächsten Jahr ergeben sich zwar drei Beziehungen, doch nach wenigen Monaten ist es immer wieder vorbei. Meine Schmerzgrenze ist damit erreicht und in der Silvesternacht 2009/2010 verbrenne ich einen Zettel mit den Namen aller Männern der letzten Jahre und lasse den Traum von Mr. Right ziehen. Ich ertrage die emotionalen Niederschläge nicht mehr, ich will mich auch nicht mehr verlieben, um es deutlich zu sagen: „Ich habe die Schnauze total voll und die Männerwelt kann mir gestohlen bleiben!“

Und endlich macht das Leben wieder Spaß! Ich gehe mit Freundinnen tanzen und es spielt endlich keine Rolle mehr, ob ich dabei jemanden kennenlerne. Ich unterhalte mich auch - doch meine Gefühle bleiben bei mir. Ich habe beschlossen, dass ich nicht mehr will!

Und dann kommt Paul

Im verschneiten Januar lerne ich dann morgens um 5:00 Uhr Paul kennen. Nach einem durchtanzten Abend im Upper-East, waren meine Freundin und ich auf dem Weg nach Hause. Wir suchten nur noch unsere Jacken, die wir unten in der Bar abgegeben hatten. Da wir dachten Paul würde dort arbeiten, fragten wir ihn ob er wüsste wohin die Jacken verschwunden sind. Was ein toller amerikanischer Akzent, war mein erster Gedanke, als er antwortete. Sonst hatte ich aber keine Ambitionen. 

Wir warteten also an der Bar auf unsere Jacken, die der freundliche Barkeeper hoffentlich irgendwo finden würde, als Paul zu uns rüber kam und uns nochmal ansprach. So blieben wir doch noch eine Weile und er unterhielt sich mit meiner Freundin. Ich war in meinen Gedanken schon im Bett und nicht mehr sehr gesprächig. Als wir nach Hause fuhren tauschte er mit meiner Freundin die Telefonnummern, in der U-Bahn sagte sie dann zu mir: „Der will etwas von Dir, nicht von mir!“. 

Zwei Tage später wollten die beiden sich treffen, er schrieb ihr wir könnten uns auch zu dritt treffen, da wir uns auch zusammen kennengelernt hatten. Da sie nicht alleine zu dem Treffen gehen wollte und ich an dem Abend noch nichts vor hatte, trafen wir uns also wirklich zu dritt. Es wurde ein sehr interessanter Abend, Paul war ein spannender Gesprächspartner und es war kein Date, nur ein schöner Abend. Am nächsten Tag fragte er meine Freundin, ob sie ihm meine Nummer geben könnte. Sie hatte also wirklich Recht behalten und er schien sich eher für mich zu interessieren. 

Wir trafen uns dann beim Schlittschuhlaufen, wieder zusammen mit meiner Freundin, die aber eigentlich eine Verabredung hatte. Da ihr Date aber nicht auftauchte, saßen wir hinterher wieder zu dritt beim Kaffee. Alles etwas unkonventionell, doch für mich war es gut. Abends waren meine Freundin und ich auf dem Hamburger Kiez unterwegs, Paul war wohl auch mit Freunden dort, doch wir trafen uns an diesem Abend nicht. Am nächsten Tag schrieb er mir und fragte wie der Abend war. „Unspektakulär, du hast nichts verpasst…“, schrieb ich zurück. Seine Antwort: „Doch, ich habe DICH verpasst!“ Das war so erfrischend ehrlich, dass es etwas in meinem Herz berührte. Dann fuhr Paul auf eine Geschäftsreise, wir telefonierten und verstanden uns immer besser. Ich mochte seine direkte Art, es gab keine Spielchen, ich musste nie darauf warten, dass er sich meldet. 

Wir planten also unser erstes echtes Date. Er schlug vor ins Theater zu gehen, holte mich von zu Hause ab und nachdem Stück zogen wir weiter in eine Bar. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt… und natürlich auch über Beziehungen. Meine wichtigste Frage an diesem Abend: „Willst Du eine Familie?“ An diesem Punkt hätte er natürlich auch weglaufen können, doch er blieb. Um 5 Uhr kauften wir an der Tankstelle Eier und Brötchen und fuhren zu ihm zum Frühstück. Um 8 Uhr brachte er mich nach Hause und gab mir vor der Tür das erste Mal einen Kuss. 

Damit waren wir ein Paar, kein Bullshit, keine Zweifel, keine Spielchen. Zwei Tage später brachte ich mein Kopfkissen und meine Zahnbürste mit zum Fernsehabend. Und als Paul nach einer Woche in den Skiurlaub fuhr, gab er mir einen Schlüssel zu seiner Wohnung. Ich wohnte noch in einer WG und er meinte ich könnte die Zeit ruhig in seiner Wohnung verbringen wenn, ich Lust habe. 

So zäh alles die letzten Jahre lief, so schnell ging alles mit Paul. 

Nach 3 Monaten zogen wir zusammen in meine Wohnung. Es fühlte sich so an, als wären wir schon ewig zusammen. Als sein bester Freund Vater wurde, sprachen wir über unseren Kinderwunsch. Wir waren ungefähr 6 Monate zusammen und ich wäre am liebsten gleich gestartet. Doch er wollte nichts übereilen und sagte: „Ich will dich noch ein bisschen für mich haben…“. Ich konnte das verstehen, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. 

Nach einem weiteren Jahr war endlich auch Paul so weit. Wir freuten uns auf diesen neuen Lebensabschnitt, endlich würden wir eine Familie werden. Ich stellte mir vor, wie ich ihn irgendwann mit einem positiven Schwangerschaftstest „überraschen“ würde. Wie wir es seinen und meinen Eltern sagen, wie wir uns zusammen freuen. Doch wie es so oft ist im Leben - es kommt anders als man denkt!

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